Schneeschuhwandern hat eine lange Tradition
Schneeschuhwandern war bereits im 19. Jahrhundert in den USA unter den Städtern ein beliebter winterlicher Freizeitspaß. Die
Entwicklung leichter und widerstandsfähiger Schneeschuhe seit den 80iger des 20. Jahrhunderts lässt nun Schneeschuhwandern auch in Mitteleuropa mehr und mehr Fans gewinnen.
Betrachtet man die vielen Vorteile einer Schneeschuhwanderung ist es erstaunlich, dass die Verbreitung, gemessen an anderen wintersportlichen Vergnügen, bisher relativ zögerlich von Statten ging. Diese Sportart ist als Alternative zum Skilanglauf, aber auch zum Bergwandern in winterlichen Gefilden hervorragend geeignet.
Der gesamte Körper wird gefordert und so stärkt das Schneeschuh wandern Herz, Lunge, Muskeln und die Ausdauer. Und in dem Maße, wie der Körper gefordert wird, breitet sich bald die äußere Ruhe der Winterlandschaften in der Seele des Wanderers aus und trägt aktiv zur geistigen Erholung bei.
Schneeschuhwandern hat keine Altersgrenze
Das Schneeschuhwandern kennt keine Altersgrenze. Die einfache,
doch wahre Regel lautet: wer in der Lage ist zu laufen, der kann auch Schneeschuh wandern! Das Schöne dabei: man ist nicht auf freigeräumte Pisten und Wege, oder eine bestimmte Schneequalität angewiesen, sondern kann den Winterwalk querfeldein genießen.
Einen weiteren unbestrittenen Pluspunkt für Schneeschuhwandern liefert der Naturschutz. Hält man sich an die regionalen Naturschutzbedingungen ist
Schneeschuhwandern die sanfteste Art auf sportliche Weise die Natur zu erobern und sich selbst an seine Grenzen zu führen. Natürlich sind auch bei der Wanderung mit Schneeschuhen Wetterhinweise und Warnungen der Bergwachten nicht zu ignorieren.
Doch immerhin ist man nicht auf bestimmte Schneeverhältnisse angewiesen, da bereits rund 15 Zentimeter Schnee ausreichen, um die Schneeschuhe anzuschnallen und das Wintervergnügen zu genießen. Ob Pulver- oder verharschter Schnee – Schneeschuhe gibt es für alle Varianten der weißen Pracht.
Schneeschuhwandern und die empfehlenswerte Ausrüstung
Wer sich auf den Weg zum Schneeschuhwandern macht, sollte etwas Ausrüstung im Gepäck haben. Dazu gehören, gerade für jene,
die Querungen im Gebirge bevorzugen, ausreichend durstlöschende Getränke, Proviant, Skistöcke, Sonnenbrille und Sonnencreme, vielleicht sogar eine kleine Schneeschaufel, auf jeden Fall ein Verschüttungsortungsgerät für den Notfall, Stirnlampe und Landkarten sollten auch nicht vergessen werden.
Packt man den Rucksack für die Schneeschuhwanderung muss zwar das Wichtigste dabei sein, dennoch sollte auf ein geringes Gewicht geachtet werden, schließlich will man ja etliche Kilometer bewältigen, viele davon vielleicht sogar im Anstieg.
Schneeschuhwandern und Wanderrouten
Für Schneeschuhwandern bieten viele Winterregionen und Reiseanbieter bereits wunderschöne Wanderrouten, was nicht zuletzt
Ergebnis der steigenden Beliebtheit dieses Freizeitspaßes ist. Diese Touren stellen nicht nur eine sportliche Herausforderung dar, sondern eröffnen auch den Naturliebhabern eine ganze Reihe Möglichkeiten zur Beobachtung der regionalen Tierwelt.
Viele Wanderrouten führen durch abgelegene und unberührte Gebiete oder durch Nationalparks und Naturschutzgebiete. So schön auch Beobachtungen heimischer Tiere in freier Wildbahn sind, sollte dennoch die gebührende Distanz und Ruhe bei Begegnungen bewahrt werden, denn Naturschutz bedeutet auch, Flora und Fauna zu respektieren und die Neugier in den
Hintergrund zu stellen.
Von der eigenen Sicherheit abgesehen, sollten Wanderungen gerade in wildreichen Gebieten nur zwischen dem späten Vormittag ab ca. 10.00 Uhr und dem späten Nachmittag, bis rund 16.00 Uhr stattfinden, um die scheuen Tiere von den, für sie, überlebenswichtigen Winterunterständen nicht zu vertreiben. Bei Einbruch der Dämmerung sollte das Wanderziel erreicht sein und man in den Schutz der Hotels und Unterkünfte zurückgekehrt sein.
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