Schneeschuhwanderungen werden immer beliebter
Schneeschuhwanderungen erfreuen sich bei einer steigenden Zahl von Menschen großer Beliebtheit. Hier geht es in der Regel zwar
wesentlich gemächlicher zur Sache als bei der rasanten Skiabfahrt oder dem fröhlichen Rodelvergnügen, doch eine Schneeschuhwanderung ist nicht weniger sportlich.
Wer einmal die Skier gegen moderne Schneeschuhe tauschte und sich auf eine Wanderung durch weite, weiße Ebenen oder an den Anstieg eines Berges machte, stellte schnell fest, dass der gesamte Körper bei der Schneeschuhwanderung gefordert ist. Nicht das Adrenalin bestimmt hauptsächlich das Befinden, sondern hier sind es Ruhe und gleichmäßige Bewegung.
Schneeschuhwanderungen – Naturgenuß und Sport
Die Erfahrungen bei Schneeschuhwanderungen in winterlicher Einsamkeit und Stille, nur den eigenen Herzschlag und ab und an den Ruf eines Eichelhähers oder Käuzchens im Ohr gleicht fast einer Reise ins eigene Ich. Die Anstrengungen
der Wanderung bringen Herz und Kreislauf in Schwung, beanspruchen alle Muskelpartien des Körpers und sorgen für einen gesunden Appetit und später auch für einen tiefen, gesunden Schlaf.
Sucht man nach Ruhe und Entspannung nach dem hektischen Alltagsleben, möchte man endlich den Kopf mal wieder so richtig frei bekommen, dann ist eine Schneeschuhwanderung genau das Richtige. Nun sollte jedoch niemand der Annahme erliegen, dass Schneeschuhwanderungen, ob nun in den Ebenen oder in den Gebirgen, nur etwas für den „einsamen, rauen Trapper“ seien!
Schneeschuhwanderungen sind etwas für jeden
Im Gegenteil – bei Schneeschuhwanderungen gilt: wer in der Lage ist zu Laufen, der kann auch eine Schneeschuhwanderung machen! Die Eroberung winterlicher Gefilde auf
Schneeschuhen ist daher ein Vergnügen für die ganze Familie, von den Großeltern bis hin zu den Enkeln. In vielen Gebirgsregionen Mitteleuropas gehören Angebote für Schneeschuhwanderungen mittlerweile zum regulären Programm.
Dabei kann man geführte Wanderungen buchen, aber auch individuelle Routen auswählen. Wichtig ist, das eigne Fitnesslevel nicht zu überschätzen. Selbst als erfahrener Wintersportler sollte man als Neuling unter den Schneeschuhwanderern lieber mit einer einfachen Route starten und sich langsam steigern, denn diese alte Form der Fortbewegung im Schnee ist wesentlich anstrengender als sie auf den ersten Blick scheinen mag.
Schneeschuhwanderungen alleine oder als Gruppe
Ob man sich bei Schneeschuhwanderungen nun für individuelle Touren oder für den Trip als kleine, gleichgesinnte Gesellschaft
entscheidet, niemals sollte die Grundausrüstung für die Wanderung auf Schneeschuhen fehlen. In den Rucksack gehören ausreichend Getränke, etwas zu Essen, Sonnencreme und Sonnenbrille sind ebenfalls einzupacken.
Wer eine Schneeschuhwanderung in Gebirgsgegenden mit Lawinengefahr plant, sollte nicht auf einen kleinen Schneespaten und das Verschüttungsortungsgerät für den Notfall verzichten. Landkarten und Vorabinfos über die Wetterentwicklung, wie auch aktuelle Meldungen der Bergwachten sind ebenfalls Teil des Gepäcks und der Wanderplanung.
Schneeschuhwanderungen in wildreichen Gebieten
Viele Routen von Schneeschuhwanderungen führen auch durch wildreiches Gebiet. Bei Begegnungen mit heimischem Wild sollte man sich immer für den Rückzug entscheiden, um die Tiere nicht unnötig
zu stören. Die Winterzeit ist oft hart und Winterunterstände, an denen zum Teil auch Wildfütterungen durchgeführt werden, die einzige Überlebenschance für manche Tierarten. Werden sie hier häufig gestört, bleiben die Tiere den Unterständen fern und das Überleben wird fraglich.
Möchte man auf das Beobachten der Tiere, verständlicher Weise, nicht verzichten, packt man ein Fernglas ein. Aus der Ferne beobachtet können die Tiere ungestört ihr winterliches Dasein fristen und der Wanderer auf Schneeschuhen kann sich dem Vergnügen dennoch der Tierbeobachtung hingeben. So gerüstet und mit den, für das gewählte Gelände und die Person richtigen Schneeschuhe, wird eine Schneeschuhwanderung ein unvergessliches Erlebnis.
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